Die Allmächtige
Strauss, Richard
Die höchste Macht der Erde sitzt auf keinem Thron.
Sie blüht in deinem Angesicht, du Herrliche!
Der Tag wird durch die goldne Sonne nicht erhellt,
Aus deinen Augen fließt das wundervolle Licht!
In deinen schlanken Händen ruht die Macht des Lebens
Und auch die dunkle Macht des Todes, wie du willst.
Du Schlimme tust des Bösen
ein gehäuftes Maß.
Tu es getrost, der Himmel zürnt dir nicht.
Der Engel Pflicht wär, aufzuschreiben,
Was du Böses tust, sie walten ihres Amtes nicht.
Sie lieben dich.