Seliger Geist

W. Kehrer

Seliger Geist, der das zu Tode alte

Herz heißen Eifers mir im Leben hält

und der auf mich aus Tausenden verfällt

und Edleren, damit er mich erhalte;

warst du einst meinen Augen Gegenwart,

so seis jetzt dem Gemüte; komm und tröste.

Hoffnung ist nicht geringer als die größte

Sehnsucht, wenn sie mir etwas Leid erspart.

Fürbitterin, der ich nun dankend schreibe;

doch wie soll jemals auszudanken sein

für deine Hülfen, die mir widerfuhren.

Dies ist ein Dank, mit dem ich Wucher treibe,

als gäb ich dir die schlimmsten Malerein

für schöne und lebendige Figuren