Stumme Bitte

A. Böhm

Er nimmt mir meine beiden Hände

Und hält sie fest mit langem Kuss,

Bis ich mich bebend von ihm wende

Und sage, dass er gehen muss.

Da leuchtet tief in seinen Blicken

Der heisse Glanz, der mich erschreckt -

Es wagt sein Auge auszudrücken,

Was ich erschauernd längst entdeckt.

Es zwingt mich dieses stumme Flehen,

Ich geb mich hin dem starken Blick

Und fühl mich langsam untergehen

In wunderseligem Liebesglück.