Des Schenken Haus
C. Attenhofer
Ist das des Schenken gepriesen Haus?
Es sieht doch gar so düster aus,
Es heißet drin zum goldnen Mond,
Wohl glaub ich, daß die Nacht hier wohnt.
Giebts denn keine bessre Schenke im Ort?
-- Trag mir das Bündel wieder fort.
Doch halt, da öffnet sich die Thür!
Ein rosig Mägdlein tritt herfür,
Ja, dieser Augen Sternenschein,
Er lockt mich in die Nacht hinein,
Daß ich den Wein da eben probier.
-- Mit meinem Bündel halte hier.
Ein helles Kelchglas bringst du da,
Wie ich noch nie ein schönres sah;
Fürwahr, der Wein ist klar und gut,
Er glänzt und wärmt wie Sonnenglut,
Ei, hier ist Sonn- und Tagesschein.
-- Hier bleib ich, bring das Bündel herein.