Sneetwittchens Freude

F. Abt

Wie herrlich schafft sich's hier im Haus

von früh bis spät, ich halt's wohl aus.

Wie lieblich ist's, im Garten

der Blümelein zu warten

und dann im Wald sich zu ergeh'n,

den lieben Vöglein zuzuseh'n,

wie sie sich schwingen

in froher Lust,

ach, wie sie singen

aus voller Brust!

Lalala lalala!

So lustig geht es Tag um Tag,

mein Herz kennt Sorge nicht und Plag';

kein Leid ist mir beschieden,

so recht bin ich zufrieden.

Wie bin ich doch ein glücklich Kind,

so fröhlich, wie die Vöglein sind,

wenn sie sich wiegen

von Baum zu Baum,

singend dann fliegen

zum Himmelsraum!

Lalala lalala!

Bricht dann herein die stille Nacht,

und ich hab' alles wohl gemacht,

dann sitz' ich auf der Schwelle,

schau' in das Mondlicht helle;

dann denk' ich an mein Mütterlein

und schließ' in mein Gebet sie ein.

Gehen die Vögelein

all' zur Ruh',

sing' ich noch immer,

's hört keines mir zu:

Lalala lalala!