Worte der Sehnsucht
F. Methfessel
So ferne dir, du Holde,
Durchglüht mich stiller Schmerz;
Hält sehnliches Verlangen
Den Busen mir gefangen,
In Wehmuth stirbt das Herz.
Doch fern auch noch umschwebet
Mich stets dein freundlich Bild;
Möcht' ich dir einsam klagen,
Möcht' ich den Schmerz dir sagen,
Der meine Brust erfüllt!
Hin ist das süße Leben,
Der holde Traum verglüht;
Der Freude Silberwelle
Zerrann mit Windesschnelle,
Und -- keine Hoffnung blüht!
Nur in des Liedes Tönen
Verstummt der wilde Schmerz;
Da schmilzt das starre Sehnen,
Da hebt ein süßes Wähnen
Mir auf das stumme Herz.
Da schwebt ein mildes Hoffen
Mir leis' um meine Brust,
Und in Erinnerungen
Der Tage, die verklungen,
Versink' ich unbewußt!