Schon wenn es beginnt zu tagen

Schubert, Franz

Alfonso:

Schon wenn es beginnt zu tagen,

wird in mir die Sehnsucht wach;

Vögel fliegen, Wolken jagen

und mein Herz will ihnen nach.

Mittags lieg'ich an der Quelle

an dem hellen Silberbach,

Welle sendet er auf Welle

und mein Herz eilt jeder nach.

Seh'ich dann den Abend glühen

und das Licht stirbt allgemach,

möcht'ich mit der Sonne ziehen

ihren gold'nen Strahlen nach.

Nachts erglänzen tausend Sterne

an des Himmels blauem Dach,

mächtig zieht's mich in die Ferne

ihrem süßen Schimmer nach.

Und dann lispl'ich in die Saiten

still ein Schmerz erpresstes Ach,

schnell entflieht's in alle Weiten

und mein Herze will ihm nach.