Stummes Glück

G. Rauchenecker

Schwebet über stille Thale

Grüßend eines Glöckleins Schall,

Weckt er in der Seele Tiefen

Wohllautvollen Wiederhall.

Süßer Klang, was willst du künden?

Sag', was soll die Sehnsucht still,

Was die Lust, davon das Herz mir

Bebend überquellen will?

Gleich als strömte aller Himmel

Wonnestrom in mich hinein,

Wogt im Busen auf und nieder

Seliges Ergriffensein.

Jauchzen möcht' ich. Doch ich finde

Für mein Glück nicht Laut noch Wort.

Und ich wand're stille weiter.

Klinge, Glöcklein, fort und fort!