Auf meinem Lager wach' ich in der Nacht

G. van Eijken

Auf meinem Lager wach' ich in der Nacht

und misse den, der mir den Frieden giebt;

ich schlummer' ein und wache wieder auf

und suche den, den meine Seele liebt.

Doch greif' ich, ach, in eitle Leere nur

und werde bang und stöhne tiefbetrübt:

"Was hemmet ihm die Schritte durch die Nacht?

was säumet er, den meine Seele liebt?"

Aufsteh'n will ich, so wie die Sonne blickt

und, sich zu regen, alle Wesen übt,

und mich bemüh'n, auf Strasse und auf Markt

zu finden ihn, den meine Seele liebt.

Und find' ich ihn, so schmeichl' ich ihm so lang,

bis er besiegt sich mir zu eigen giebt;

denn, ach, wie sollte mir erträglich sein,

zu missen ihn, den meine Seele liebt?