Der Bund
Marschner, Heinrich
Im glühnden Weg, auf dunklem Roß,
Zieht Turan mit dem sichern Geschoß;
Da dringt vom Palmenhain hervor
Ein dumpfes Stöhnen an sein Ohr.
Er sprengt zur Stätte. Benetzt von Blut
Kämpft Jussuf mit der Hyäne Wuth;
Die letzte Kraft der mächtigen Faust
Hält nieder das Thier, daß es schäumt und braust.
Wie hebt sich Turan auf hohem Roß!
Wie trifft das Unthier sein scharf Geschoß!
Noch einmal bäumt es sich mit Gewalt,
Heult, daß es gellend in's Weite schallt.
Und Jussuf faßt des Retters Hand;
Der blickt in's Aug' ihm unverwandt,
Drückt fest die Lipp' an seinen Mund;
Geschlossen ewig ist der Bund.