Meleks Wanderlied
Marschner, Heinrich
Weit, wohin das Auge schweifet,
Rings der Wüste Ocean,
Tief im Herzen meine Liebe
Zieh' ich einsam meine Bahn.
Lebtest du noch, mein Motammed,
Nahe wärst du meinem Zug,
Und die Eltern und die Schwester
Dächten freudig unsern Flug.
Nun! ich muß mir selbst genügen,
Schwert und Liebe meine Welt,
Und du lichtdurchglühte Bläue
Bist fortan mein Heimathzelt.
Das ist Freude, das ist Leben,
Wenn die weite Leere schweigt,
Und der freien Brust des Wandrers
Sich der ferne Himmel neigt! --