Abschied vom Sommer
J. Anthes
Das Laub fällt von den Bäumen,
das grüne, zarte Laub;
das Leben mit seinen Träumen
zerfällt in Asch' und Staub.
Die Vöglein im Walde sangen;
wie schweigt der Wald jetzt still!
Die Lieb' ist fortgegangen,
kein Vöglein singen will.
Die Liebe kehrt wohl wieder
im künft'gen lieben Jahr,
und alles tönt dann wieder,
was hier verklungen war.
Der Winter sei willkommen,
sein Kleid ist rein und neu!
Den Schmuck hat er genommen,
den Keim bewahrt er treu.