Leicht erschauert der Wald
Massenet, Jules
Leicht erschauert der Wald träumend im Abendwinde,
unter dem schattigen Dom webt beseligte Lust;
die Nacht decket den Traum des Schläfers hold und linde;
sie, die mir alles war, sie lehnt an meiner Brust.
Schweigend wandelten wir im taugetränkten Sande,
ohne Rast unser'n Blick zu den Sternen so hell.
Und als, bleich wie ein Elf', sie trat zum Waldesrande,
zu den Füßen ihr seufzet ein murmelnder Quell.
Dieser klagende Sang, diese mürrischen Weisen,
sie drangen mir ins Herz und klangen mir wie bitt'rer Hohn.
Statt den Zauber der Schönheit mit Wonne zu preisen,
ward mir vom bösen Wahn umfangen die Seele schon!