Lenz bringt holde Augenweide

Massenet, Jules

Lenz bringt holde Augenweide,

Lilienkelche sind bereit,

es blüht im Wald und in der Heiden,

mein Liebchen hüpfte vor Freuden.

Ach! Wie so schön die Frühlingszeit!

Mit der Abendröte Blicken

einte sich des Mondes Pracht,

viel tausend Grüße zu schicken;

mein Liebchen war ganz Entzücken.

Ach! Wie so schön die Sommernacht!

Langsam schwinden meine Tage,

denn der Winter brach herein,

die Stürme verweh'n die Klage,

mein Lieb' ruht vielleicht im Totenhage!

O der bösen Winternacht!