Was willst du hier am klaren Born?

M. Peters

Was willst Du hier am klaren Born?

Dein Herz ist trüb und schwer,

Die Blüth' ist hin, es starrt der Dorn,

Die Welt ist liebeleer.

Hier vor des Waldes Ohren

Hast Du mir Treu geschworen

Bist ewig nun verloren,

Ich lasse Dich nicht mehr!

Weil Liebe Du gelogen hast,

Gebrochen Deinen Schwur,

Hast Du nicht Ruhe mehr und Rast,

Ich bin Dir auf der Spur.

Ich will Dich hetzen und jagen,

Ich will mit Leid Dich schlagen,

Am Leben sollst Du verzagen,

Eh wieder grün die Flur.

Dein Wort war hold und minniglich,

Dein Auge war voll Lust,

Du hieltst in Deinen Armen mich,

Ich lag an Deiner Brust.

Die Wellen hört' ich singen,

Die Sterne hört' ich klingen,

Ich hätte mich mögen schwingen

Hoch über der Erde Dust.

Du gingst und nahmst ein ander Weib

Und trugst sie in Dein Haus,

Dafür Verderben Deinem Leib

Und Deiner Seele Graus!

Magst schlafen oder schweifen,

Magst in der Ferne streifen,

Ich will ans Herz Dir greifen:

Gieb mir mein Glück heraus!