Aus deinen Augen strahlt die Liebe

W. Aletter

Wie oft hatt' ich in trüben Stunden

hinieden mein Geschick beklagt;

was ich gesucht, ich hab's gefunden,

mich zog's mit unsichtbarer Macht.

Erweckend meine inner'n Triebe

umschwebte es mein ganzes Sein!

Aus deinen Augen strahlt die Liebe,

sie sind mir eine Welt allein!

Ach, könnt' ich's jedem Bächlein sagen,

ja, jedem Schifflein auf dem Meer,

auf dass in alle Welt sie's tragen,

was hier auf Erden mein Begehr,

damit es nicht verschwiegen bliebe,

wie du so gut, so fromm, so rein!

Aus deinen Augen strahlt die Liebe,

sie sind mir eine Welt allein!

Und bin ich auf der Lebensreise

auch noch so arm, dem Bettler gleich,

so tausche ich mit keinem Preise,

selbst nicht mit einem Königreich.

Wenn auch auf Erden nichts mir bliebe,

nicht Silber, Gold, noch Edelstein:

Mir strahlt aus deinen Augen Liebe,

die ganze Welt, sie ist ja mein!