Erntedank

W. Hübschmann

Wir brauchen die Erde, wir streuen die Saat,

es reiften die Halme, es türmt sich die Mahd.

Der Regen gab Saft

und die Scholle das Leben,

der Mensch seine Kraft

und der Himmel den Segen,

von all diesen Gaben wir tragen zum Feste

dem Schöpfer zum Dank vom Guten das Beste!

Schon schneidet aufs neue der Pflug in die Erde,

daß Wintersaat abermals Erntekorn werde.

Wir hoffen auf dich als den Herrn allen Lebens,

ohn' den unsre Mühe und Arbeit vergebens.

Gib Ruhe der Seele, verschon' uns vor Not,

laß friedlich uns kämpfen ums tägliche Brot.