Heimfahrt
C. Sinding
Und wieder seh' ich die alten Stellen,
die alten Berge, den See, die Wellen,
und wieder seh' ich der Bäume Wipfel,
die alten Hügel, die alten Gipfel,
das Haus der Kindheit, das liebe Heim!
Da ich enteilte, kein Weh' empfand ich.
Doch viel verlor ich und wenig fand ich.
Vom Rausch des Lebens, umlacht, umfreudet,
den Hort der Unschuld hab' ich vergeudet.
Der Schwall des Glückes hat mich betäubt!
Versuchen wollt' ich's in fremder Ferne!
Das Böse lauert, man lauscht so gerne.
Doch nun, o seliges Selbstbesinnen!
Wie sehnsuchtwarm schlägt mein Herz da drinnen:
ich kehr' in's alte, in's liebe Heim!