Auf der Untersaite
C. Sinding
Daheim bist Mutter du allein,
dein Sehnen weilt bei mir,
in Angst du schwebst um's junge Blut,
das draussen fern von dir!
Du weinst um mich so manche Thrän',
dass in die Fern zog ich.
Ich fühlt' nicht, wie dir bang zu Mut,
dein Wort nicht achtet' ich.
Wollt wandern in die Welt hinaus,
die kreuz und quer ich fuhr.
Dieweil mein Sinn der Ferne galt,
du mein gedachtest nur.
Wollt wandern in die Welt hinaus
und lieben wollte ich,
doch dacht ich nicht an dich zu Haus -
du sterben konnt'st für mich.