Auf der zweiten Saite III
C. Sinding
Ich will dich nicht lieben, du liebest nicht mich,
will nicht mich berauben der Ruh;
ich kann dich nicht lieben, du liebest nicht mich,
dem flüchtigen Wind gleichest du.
O, ich, der dich liebt, trotz alledem,
hier brennts, ob es Tag ob Nacht;
mir flimmert vor Augen von frühe bis spät,
wenn dein ich mit Sehnsucht gedacht.
Ich will dich nicht lieben, bin viel zu jung,
für Andre ein Spott zu sein...
ich bin frohen Muts und Befriedligung find
ich in der Arbeit allein.
Doch trotzdem muss lieben, lieben ich dich und,
ob du auch miedest mich gleich,
und müsst ich auch weinen mein Herzeblut,
nur deine Liebe macht reich.