Auf der zweiten Saite I
C. Sinding
Nun darf ich länger vergnügt nicht sein,
das Spiel nun ging es zu Ende!
Ich sprang so leicht und so froh umher,
das endet mit Tages Wende.
Das endet mit Spiel und Lächeln nun,
doch mir fiels leichter zu weinen!
Es war 'n Maid, die gar hold und rein,
n'em Andern gab sie ihr Herze,
so sagen alle, doch ich weiss wen,
dess Brusterbebet von Schmerze.
Ach ja ich liebte und liebte sie!
nun weiss ich ja, was nicht ich wusste!
Ich grüble immer und weine still,
ich muss verbergen die Thränen.
Und rast der Schmerz auch im Herzen wild,
erfrage keiner mein Sehnen.
So manch ein Sehnen tief sich birgt
dort drin im Menschenherzen.