An den Mond
C. Steinacker
O Mond, du mein Gestreuer,
Wir sind in süsser Näh',
Tritt vor aus deinem Schleyer,
Dass ich ihr Auge seh'.
Lass mir's voll Liebe funkeln,
In deinem stillen Licht,
Du magst die Welt verdunkeln,
Nur dieses Auge nicht!
Bald, wenn nach fernen Räumen
Mich bitt're Trennung warf,
Ich nur in stillen Träumen
Sie wieder sehen darf.
Mir glühen ihre Wangen,
Mir lacht ihr Liebesblick,
Von ihrem Arm umfangen,
Mir winkt das schönste Glück.
O dann verweile immer
In Wolken tief versteckt,
Dass mich dein enger Schimmer
Nicht aus dem Traume weckt.