Gestern Abend

G. Huberti

Des sanften Windes Weh'n, es stahl vom Beet die düfte,

die seel'ge Wonnenacht, sie stieg in's Blüthenthal;

in stille Flur und Hain, lautlos der Berg, die Klüfte.

Dein Odem mischte lind sich in das Spiel der Lüfte,

der Sterne Glanz erlosch in deiner Augen Strahl.

Ich sagte leis' zu mir die Stund' ist's, wo die Welle

des Lebens sanfter ebbt und holder keimt die Lust;

ich sah die Nacht so rein und dich so lieblich helle,

den Sternen sagte ich: baunt sie an diese Stelle;

und sagte deinem Aug': senk Lieb in unsre Brust!