Serenade
G. Huberti
Es erglänzt der Mond in Sommernacht,
lädt ein zu süsser Ruh;
In des Himmels Blau der Sterne
Pracht winkt holden Gruss uns zu.
Komm, mein Liebchen, o komm!
Der Nachtthau, der wie Silber glänzt,
kühlt heissen Suhnsuchtsdrang;
Des Laub, das frisch die Berge kränzt,
die Seel stimmt zum Gesang.
Komm, mein Liebchen, o komm,
Komm, mein Liebchen, o komm!
Auch ´s Veilchen aus dem stillen Grund
lächelt so lieb und verschämt;
Süss ist sein Hauch, der thut uns kund,
warum es still sich grämt.
Komm, o Liebchen, komm,
komm, o Liebchen, komm!
Im Wald der Nachtigallen Chor weckt
süsse Leibespein;
leg´ dich, mein Liebchen, ihr an´s Ohr,
dring ihr in´s Herz hinein.
Komm, mein Liebchen, o komm!
komm, mein Liebchen, o komm!