Entzücken
Marschner, Heinrich
Entzücken! Entzücken!
O, wie entzücken
Mich diese dunklen Augen,
Die aus seidnen Wimpern blicken!
Sie lieben! sie lieben
Mich innig und mit Feuer,
Und mehr als Alles auf der Welt
Sind mir die Augen theuer.
Entzücken! Entzücken!
O, wie entzücket
Mich dieses sonn'ge Lächeln,
Das die sanften Wangen schmücket!
Es strahlet! es strahlet,
Wenn ich ihr näher rücke,
Und lieber wird dies Lächeln mir,
So oft ich es erblicke.
Entzücken! Entzücken!
O, wie entzücket
Mich diese Flötenstimme,
Die mein Gemüth bestricket!
Sie singet! sie singet
Deine heiße Lieb' zu mir,
Und widerhallt mein treues Herz
Die treuste Lieb' zu dir.
Entzücken! Entzücken!
O, welch Entzücken
Bringt Herolds Ruf, wenn Wappen
Die weiten Schranken schmücken!
Dann knieest du betend
Im heitren Sonnenglanze,
Und herzliche Gebete weihst
Du meiner guten Lanze!
Entzücken! Entzücken!
O, wie entzücket
Mich diese seidne Schleife,
Die den rechten Arm mir schmücket!
Einst ziert' sie den Busen,
Der wogt allein für mich,
Und nun umwindet sie den Arm,
Der Ruhm gewinnt für dich!