Wenn in der Welt

M. Seifriz

Wenn in der Welt, die droben liegt,

Sich noch die Liebe wird bewähren,

Uns dort ein Herz entgegenfliegt

Mit treuem Blick, doch ohnen Zähren -

Dann seid willkommen, fremde Sphären,

Dann sei willkommen Sterbenszeit,

Wo wir uns frei von Furcht verklären

In deinem Licht, o Ewigkeit!

So muss es sein; das Selbst nicht macht

Am Grabesrand uns so erheben,

Dass wir noch selbst im Todesschacht

An unserm fliehenden Dasein kleben.

O! denket nur an jenes Leben,

Wo sich das Herz dem Herzen weiht,

Wo Seelen sich um Seelen weben

Beim Tranke der Unsterblichkeit.