Ach wie that mir weh mein Köpfchen

Ore

Ach, wie tut mir weh' mein Köpfchen,

ach, wie tut es schrecklich weh'!

Lass mich, Mutter, liebe Mutter,

dass ich draußen mich ergeh'!

Lass mich dort spazieren gehen,

wo das Meer am Fels sich bricht!

„Mädchen, liebes schönes Mädchen,

nein, ich lass allein dich nicht!

Willst du nicht die Brüder wecken?

Sag', sie sollen mit dir hin!“

Stolz sind meine Brüder worden,

und hochmütig ist ihr Sinn.

Schossen alle lieben Vögel,

wo das Meer am Fels sich bricht,

bunte Hühner, rasche Möwen,

schonten gelbe Meischen nicht!

Wohl war gut der Bretternachen,

tief ging er auf Meeresgrund,

Welle spielt mit meinen Haaren,

Meersand reibt die Wangen wund.

Und die gute liebe Mutter

weinend blickt ins Meer hinab:

Hier schläft meine Herzensfreude,

die ich einst gewieget hab'.