Eisentrommel, Jahnit, rühre
Ore
Eisentrommel, Jahnit, rühre
an des Zaunes Pfostentüre.
Allen steht das Tor geschmücket,
Nachbars Tor ward nicht beglücket.
Nachbars Jungen schliefen träge,
ließen leer das Tor am Wege.
Jahnit kam zur Sonnenwende,
reicht dem Sohn zum Gruß die Hände!
Willst am weißen Wolltuch Freude,
treib' die Schäflein nachts zur Weide!
Jahnits Nacht mit Silbertaue
wäscht das Schäflein weiß, das graue.
Kommt Johannisnacht gegangen,
darf euch nicht der Schlaf umfangen.
Bursche, Mädchen! Schlummerlosen
prangt die Sonne früh mit Rosen.
Gottes Söhnlein, sollst mir sagen,
Jahnit, was auf deinem Wagen?
Für die Töchter Perlenkrönchen,
Mardermützen für die Söhnchen!
Jahnits Mutter, säum' nicht lange,
Jahnits Kinder lieb empfange!
Was zum Trinken gab's, zum Essen?
Ward auch Jahnits nicht vergessen?
Jahnits Mutter, sieh, wir kommen;
hast uns wartend wahrgenommen?
Hast du süßes Bier zum Feste?
Weichen Käs' für deine Gäste?
Käse, Käse, Jahnits Mutter!
Kühe fanden reichlich Futter.
Jahnits Vater Durst uns stille!
Gerste wuchs in reicher Fülle,
Käse soll uns trefflich schmecken;
Jahnits Mutter formt' neun Ecken.
Dir ein Eckchen, ihm ein Zäckchen,
und für mich das Mittelfleckchen!