Klage
C. Schröter
Mein Sinn ist trübe,
mein Herz ist schwer;
ach, Liebe, Liebe,
du quälst mich sehr!
Bin ich der Tage
seliger Lust
zu meiner Plage
mir nur bewusst.
Wie mir das Leben
eilends entrollt!
Nimmer sich weben
Tage von Gold.
Mich kann nicht letzen
sonniger Strahl,
nimmer ergetzen
dämmerndes Tal.
Abend und Morgen
bringen mir Schmerz,
dauernde Sorgen
nagen mein Herz.
Tränen und Leiden
höhlen mein Grab;
mög' ich bald scheiden,
sinken hinab!