Im dunkeln Thale stand ich und jammerte;
D. Türk
Im dunkeln Thale stand ich und jammerte;
Der Seele bange Leiden umwölken mich;
Verkannter Liebe Schmerzen hiengen
Fürchterlich über mein mattes Haupt her!
Da brach ein Glanz aus Wolken, da schimmerte
Vor mir der Hügel; siehe, da standest du,
O Hofnung, hell im Sonnenstrale,
Winktest mir armen Verlaßnen freundlich.
Hinauf! Hinauf! Da wand ich durch Dornen mich;
Des Bluts nicht achtend; lachte die Schlangen an,
Die wüthig zischten; sah den Glanz nur
Und den eröffneten Arm der Hofnung! --
O Göttin, Göttin! Sage, was wandelt dort?
Es kommt; es kommt! Es lächelt, o Göttin, mir!
Ists Mariane? Mariane?
Birg mich, o Göttin! Es kommt! Es lacht mir! --
In meinen Arm? Ich sinke vor Seligkeit!
Am Herzen mir? O Heilige, steh mir bey! --
Mein bist Du? -- Gott, und Engel Gottes,
Helft mir die lastende Freude tragen!
Wo bin ich, Engel? -- Wieder ins Thal gestürzt?
Umhüllt von neuer, dämmernder Traurigkeit?
Der Hügel wieder trüb in Wolken? --
Engel, und Menschen! Wo bin ich, bin ich?