Dort am Horizonte kannst du sehen

R. Maux

Dort am Horizonte kannst du sehen

Eines Schiffes stille Masten stehen

An des Meeres allerfernstem Rande,

Ostwärts steuernd nach dem fremden Lande.

Seine schwarzen, scharfgezognen Masten

Wie verzaubert in der Bläue rasten.

Ist es nicht, als ob's ein Heimweh trüge,

Einen Schiffer, dessen Segelflüge

Irgendeine Insel, eine Küste

Suchen, die er unerreichbar wüßte?

Dieser Schiffer ist, der heimwehsieche,

Fern von hier zu Hause, ist ein Grieche.

Seine Heimatinsel aufzufinden

Kämpft er ohne Rast mit Flut und Winden,

Jahrelang durch aller Zonen Kreise

Kreuzt die Meere seine Heimwehreise.

Siehst du ferne seine Masten treten

Aus der Bläue, dann vergiß zu beten

Niemals zu der Mutter aller Gnaden,

Daß sie ihm und uns auf allen Pfaden

Licht und Ausgang weise und am Ende

Unser Steuer zu den Sternen wende.