Freud', ew'ge Freude, mein Werk ist getan
Schumann, Robert
Die Peri
Freud', ew'ge Freude, mein Werk ist getan,
Die Pforte geöffnet zum Himmel hinan,
Wie selig, o Wonne, wie selig bin ich!
Süß Eden, wie finster sind gegen dich
Schedukiams Demanttürme, wie matt
Die duftenden Lauben von Amberabad!
Lebt wohl, ihr Düfte der Erd', ihr verraucht
Schnell, wie der Liebenden Seufzer verhaucht!
Vom Tubabaum ist nun mein Schmaus,
Er duftet der Ewigkeit Odem aus!
Lebt wohl, ihr Blüten in meinem Kranz,
Ihr blühtet so schön und verwelket doch schon;
O was sind Blumen im irdischen Glanz
Doch gegen den Lotos vor Allahs Thron,
Mit ew'gen Blütenästen umstrebt,
Wo in jeglichem Blatt eine Seele lebt!
O ewige Freud', mein Werk ist getan,
Die Pforte geöffnet zum Himmel hinan,
Wie selig, o Wonne, wie selig bin ich!
Chor der Seligen
Willkommen, willkommen
Unter den Frommen!
Du hast gerungen und nicht geruht,
Nun ist's errungen, das köstliche Gut!
Sei uns willkommen,
Sei uns gegrüßt!
Ja, gibt es ein Opfer der Erdenwelt,
Ein Geschenk, das teuer der Himmel hält,
Die Träne ist's, die du gebracht,
Die aus dem Aug' des Sünders floß,
Die dir den Himmel wieder erschloß.
Du hast gerungen und nicht geruht,
Nun hast du's errungen, das köstliche Gut!
Aufgenommen
In Edens Garten,
Wo liebende Seelen deiner warten,
Dich ew'ge Wonne umfließt,
Sei uns willkommen,
Sei uns gegrüßt!