Und einsam steht ein Jüngling noch
Schumann, Robert
Tenor-Solo
Und einsam steht ein Jüngling noch,
Es fließt sein Blut aus manchen Wunden,
Er beugt den Nacken nicht ins Joch,
Ein Leu, umstellt von Waidmannshunden.
Schon hat sein Schwert im Feindesschwarm
Mit blut'gen Lettern es geschrieben,
Daß ungebeugt ihm Herz und Arm,
Ein Pfeil nur ist ihm übrig blieben.
Chor der Eroberer
Gazna lebe, es lebe der mächtige Fürst!
Gazna
Komm, kühner Held, und huld'ge mir,
Willst du umsonst dein Blut verspritzen?
Dein eitles Kämpfen kann nichts nützen,
Komm, dein Leben schenk'ich dir!
Der Jüngling
Du schlugst des Landes Bürger,
Du meiner Brüder Würger
Dir diesen letzten Pfeil!
Gazna
Das sollst du büßen!