Im Walde

R. Andersson

Einst nahm ich zum Wald meinen einsamen Gang;

da hört' ich der Vögelein lieblichen Sang

und sah ihr müβig Getümmel.

Der Kukuk rief und der Stieglitz sang

und aus dem Buchen, den flüsternden, drang

Nachtigall Triller zum Himmel.

Da dacht' ich an Sie, die so ferne von hier,

da dacht' ich an sie, die das Teurste mir,

es dacht' sich so wonnig alleine!

Und alles, was lebte und webte um mich,

die Eiche, die Tanne, sie lachten wie ich,

und alle die Vöglein in Haine.

Sie wollten mir trösten das sehnende Herz!

Es flüstert des Windes leichtsinniger Scherz,

mir schmeichelnden Trost in die Ohren;

viel' köstliche Ding' rief der Staar mir wohl zu,

doch bracht' es dem sehnenden Herzen nicht Ruh',

es war ihr Mühen verloren.

So will mit den Blumen ich sehnen mich,

so will mit den Vögelein schwärmen ich,

mit schwebenden Winden klagen!

So will ich denn geh'n meinen einsamen Gang,

es sollen die Seufzer, den sehnenden Sang,

die Winde zu ihr hintragen.