Karl des Fünften Gesang im Sarge
R. Andersson
Ding, dang, Glokkenklang,
trägt mich zu den Todten,
laβt mich unter Psalm und Sang
ruhig schlafen tief und lang,
auf dem Pfül, dem roten.
Ding, dang, Glokkenklang
trägt mich zu den Todten!
Reich, ein Herrscher, lebt' ich lang'
Macht war mir geboten,
eng die Welt dem Ruhmesdrang,
jetzt der Sarg zu breit und lang.
Ding, dang, Glokkenklang
trägt mich zu den Todten!
Still, still, still und sacht,
stört nicht meine Träume!
Laβt mich in der Todesnacht
ruhen von der Erdenpracht
und dem falschen Scheine.
Still, still, still und sacht,
stört nicht meine Träume!
Niemand habe meiner Acht,
niemand mich berühme!
Seht, hier liege ich als Leich',
bin doch nicht in Himmelreich!
Still, still, still und sacht,
stört nicht meine Träume!