Abendlied im Herbst 1784
F. Rust
Wie schön, o Gott, sind deine Tannenwälder,
vergoldet durch das Abendrot!
Die grüne Saat! Die falben Stoppelfelder!
So keimet Leben neben Tod.
Ich will, o Gott, zu deinen Tannen gehen,
da ist mir wie im Heiligtum
so hehr, so still! Und dann ein heilig' Wehen,
ein Säuseln, Gott, zu deinem Ruhm.
Dort will ich an den stillen Abend denken,
der jedem Müden Ruhe schafft.
Es stürmt um mich; du weißt den Sturm zu lenken!
Ich strebe fort durch deine Kraft.
Du wärmst die Saat im Schoß der kalten Erde,
wenn ihre Lebenskraft erstarrt,
dass sie im Lenz des Landmanns Freude werde,
der sehnlich ihres Segens harrt.
Du stärkst den Halm, die schöne Frucht zu tragen,
bis ihn die Hand des Schnitters fällt;
Herr, stärk' auch Wie schön, o Gott, sind deine Tannenwälder,
vergoldet durch das Abendrot!
Die grüne Saat! Die falben Stoppelfelder!
So keimet Leben neben Tod.
Ich will, o Gott, zu deinen Tannen gehen,
da ist mir wie im Heiligtum
so hehr, so still! Und dann ein heilig' Wehen,
ein Säuseln, Gott, zu deinem Ruhm.
Dort will ich an den stillen Abend denken,
der jedem Müden Ruhe schafft.
Es stürmt um mich; du weißt den Sturm zu lenken!
Ich strebe fort durch deine Kraft.
Du wärmst die Saat im Schoß der kalten Erde,
wenn ihre Lebenskraft erstarrt,
dass sie im Lenz des Landmanns Freude werde,
der sehnlich ihres Segens harrt.
Du stärkst den Halm, die schöne Frucht zu tragen,
bis ihn die Hand des Schnitters fällt;
Herr, stärk' auch mich, mein Scherflein beizutragen
zum Nutzen dieser guten Welt!
Vielleicht schon reif! Du ziehest meine Jahre!
Ein Halm, der wenig Früchte hält.
Dein Segen, Gott - und eines Halmes Ahre
wird Aussaat für ein ganzes Feld.mich, mein Scherflein beizutragen
zum Nutzen dieser guten Welt!
Vielleicht schon reif! Du ziehest meine Jahre!
Ein Halm, der wenig Früchte hält.
Dein Segen, Gott - und eines Halmes Ahre
wird Aussaat für ein ganzes Feld.