Der Spätherbst

Anonymous

Die Blätter fallen gelb und matt

Zur feuchten Erde nieder;

Der rauhe Wind nimmt Blatt um Blatt

Und bringt es nimmer wieder!

Verschwunden! Verschwunden

Ist all die schöne Blätterpracht,

Die sonst so frisch uns angelacht,--

Verschwunden! Verschwunden!

Es wird so einsam auf der Flur,

Erstarrt ist alles Leben,

Und graue, kalte Nebel nur

Durch Wald und Felder schweben.

Verklungen! Verklungen

Ist überall der Vöglein Sang,

Der sonst so hell und laut erklang;

Verklungen! Verklungen!

Geduld, Geduld, es kommt die Zeit,

Da wird es auf der Erden

In Wald und Feldern weit und breit

Auch wieder Frühling werden.

Sei stille! Sei stille!

Bis Gott nach manchem trüben Tag

Dir neue Freude geben mag!

Sei stille! Sei stille!