Die kleinen Wanderburschen

Anonymous

Ein Ränzlein auf dem Rücken,

Ein Stöcklein in der Hand,--

So ziehn wir Wanderburschen

Wohl fröhlich über Land.

Wir ziehen durch die Felder

Und durch den grünen Wald,

Und singen frische Lieder,

Daß weithin es erschallt.

Was steckt wohl in dem Ränzlein?

Ein Stücklein Brot und Wurst,

Dazu ein kleines Fläschchen,--

Beim Wandern gibt es Durst.

Im kühlen Waldesschatten

Dort ruhen wir uns aus

Und halten auf dem Rasen

Gar lustig unsern Schmaus.

Es dauert gar nicht lange,

So ist das Ränzlein leer,

Und wenn wir weiter ziehen,

So drückt es uns nicht sehr.

Nur Ofenhocker sitzen

Griesgrämig stets zu Haus,--

Wir aben ziehen jubelnd

Wohl in die Welt hinaus.

Durch Feld und Wald zu wandern,

Das ist uns Freud' und Lust!--

Stimmt an, ihr Kameraden,

Ein Lied aus voller Brust!