Andenken an den Tod

C. Bach

Wer weiß, wie nah der Tod mir ist?

Vielleicht, eh dieser Tag verfließt,

bin ich verwelkt wie dürres Laub,

des Todes Raub,

und mein Gebein bedeckt der Staub.

Ach, Vater, meine Lebenszeit

eilt fliegend hin zur Ewigkeit,

bald ist sie näher; jeder Scherz

flieht dann mein Herz

und mich ergreift des Todes Schmerz.

Erhalt in mir bei Scherz und Spiel,

o Gott, der Ewigkeit Gefühl!

Wenn ich mich meines Lebens freu,

so gib dabei,

dass ich auch klug und mäßig sei!

Wenn ich noch heut erblassen soll,

so mach's mit mir im Tode wohl:

Verlass mich nicht in meiner Not!

Durch dich, mein Gott,

wird mir zum sanften Schlaf der Tod.

Doch soll mein Tod noch ferne sein:

Dein Will gescheh! Herr ich bin dein.

Doch treuer Gott, verleihe mir,

dass ich nur dir

hier lebe und einst sterbe dir.