Versicherung der Seligkeit

C. Bach

Ich weiß, an wen mein Glaub sich hält.

Kein Feind soll mir ihn rauben.

Als Bürger einer bessern Welt

leb ich hier noch im Glauben.

Dort schau ich, was ich hier geglaubt.

Wer ist, der mir mein Erbteil raubt?

Es ruht in Jesu Händen.

Mein Leben ist ein kurzer Streit,

lang ist der Tag des Sieges.

Ich kämpfe für die Ewigkeit,

erwünschter Lohn des Krieges!

Wenn mich die Macht der Feinde schreckt,

werd ich durch Jesu Macht bedeckt.

Was kann mir denn nun schaden?

Herr, Herr! du bist mein ganzer Ruhm,

mein Trost in diesem Leben,

in jener Welt mein Eigentum.

Du hast dich mir gegeben.

Von fern glänzt mir mein Kleinod zu:

Bald schenkst du nach dem Kampf mir Ruh

und reichst mir meine Krone.

Herr, lenke meines Geistes Blick

von dieser Welt Getümmel

auf dich, auf meiner Seele Glück,

auf Ewigkeit und Himmel.

Die Welt mit ihrer Herrlichkeit

vergeht und währt nur kurze Zeit.

Im Himmel sei mein Wandel!

Itzt, da mich dieser Leib beschwert,

ist mir noch nicht erschienen,

was jene bessre Welt gewährt,

wo wir Gott heilig dienen.

Dann, wenn mein Auge nicht mehr weint

und mein Erlösungstag erscheint,

dann werd ich's froh empfinden.

Nur dunkel seh ich hier mein Heil,

dort ist mein Antlitz heiter.

Hier ist die Sünde noch mein Teil,

dort ist sie es nicht weiter.

Hier ist mein Wert mir noch verhüllt,

dort wird er sichtbar, wenn dein Bild

mich, Gott, vollkommen schmücket.

Zu diesem Glück bin ich erkauft,

o Herr, durch deine Leiden;

auf deinen Tod bin ich getauft:

Wer will mich von dir scheiden?

Du zeichnest mich in deine Hand:

Herr, du bist mir, ich dir bekannt.

Mein sind des Himmels Freuden.

Wie groß ist meine Herrlichkeit!

Empfinde sie, o Seele!

Vom Tand der Erde unentweiht,

erhebe Gott, o Seele!

Der Erde glänzend Nichts vergeht:

Nur des Gerechten Ruhm besteht

durch alle Ewigkeiten.