An den Mond und Conforten

F. Kunzen

Geflohn ist sie, geflohn davon,

Und ach! ich armer Unglückssohn,

Ich sitze hier und weine.

Seht, selbst der liebe Mond wird blaß,

Ach, liebe Sterne, was ist das?

Ihr blinzt ja mit den Äuglein!

Hör' auf zu trauren, lieber Mond:

Ich weiß ja, wo das Mädel wohnt;

Grämt euch doch nicht, ihr Sterne!

Hast gutes Herz, du Himmelsheer,

Nie liebte mich ein Freund so sehr,

Als du, du fromm Gesindel.

Du weinest, wenn ich traurig bin,

Und lachest, wenn ich fröhlich bin:

Hab' Dank, du fromm Gesindel.