Aus meines Sanges blühendem Garten

M. von Kralik

Aus meines Sanges blühendem Garten

will ich ein Wörtlein reißen: Liebe,

und sorglich dann darüber warten,

dass es nicht wieder Unheil triebe.

Denn wenn ich allerwegen sehe,

was alles man damit mag nennen,

ergreift mein Herz unwillig Wehe,

es muss mein Mut in Zorn entbrennen.

Das, was ich jetzt im Herzen fühle,

das konnte zweimal nicht erwacht sein,

und in dem wüsten Weltgewühle,

kein Name kann darauf erdacht sein.