Ich bin dein

M. von Kralik

Ich bin dein, ich bin dein Eigen,

bin dein Eigen, ich bin dein.

Länger soll ich's nicht verschweigen,

dass ich dein bin, ewig dein.

Dieser Leib und meine Seele,

ja, sie waren weiland mein;

bin nun doch mit Leib und Seele

nur dein Eigen, bin nur dein.

Und mein Stolz, der nie sich beugen

wollte, nimmer Sklave sein,

muss sich nun zur Sühne neigen

dir zu Füßen, er ist dein.

Um die Freiheit fasst mich Reue,

keine Reue fasst mich, nein.

Das Gelöbnis meiner Treue,

nimm es huldig, ich bin dein.

Nimm die Hand in deine Hände,

sieh, dies soll das Zeichen sein,

dass ich dir mein Heil verpfände

und mein Glück; ja, ich bin dein.