Du bist mein
M. von Kralik
Du bist mein, du bist mein Eigen,
Bist mein Eigen, du bist mein.
Warum soll ich's noch verschweigen,
Dass du mein bist, ewig mein!
Diese Lippen, diese Wangen,
Diese Augen hell und rein,
Alles ist mir nun verfangen,
Mir verschrieben, es ist mein.
Diese Arme, diese Härchen,
Diese Händchen zart und klein,
Ist es möglich, ist's ein Märchen,
Ist es Wahrheit? Es ist mein.
Such dich nimmer zu entringen,
Meine Macht, sie ist nicht klein,
Denn sonst werd' ich dich noch zwingen,
Werde fordern, was da mein.
Denn mein Arm hat dich umschlungen
Und das soll das Zeugnis sein
Und nun ist's gesagt, gesungen
Und besiegelt: du bist mein!