Weissagung
M. von Kralik
Als ich einst sang das Liedelein,
das lang' verhallte: „Du bist mein,
du bist mein Eigen,” wusst' ich nicht,
wer jene sei, von der es spricht.
Und doch, mein Geist, der wusst' es wohl,
er war geheimer Ahndung voll.
Weissagend sang er schon von dir
und gab ins Herz die Worte mir.
Da nun erfüllt ist mein Geschick,
erkenn' ich seinen Seherblick.
Gern lass' ich auch das Singen sein
und sag' nur leise: Du bist mein!