Von der Heimaterde scheiden

A. Braubach

"Von der Heimaterde scheiden,

O, wohl ist es hart und herbe!

Muß ich scheiden ohne Hoffnung,

Bin ich tot, bevor ich sterbe.

Muß ich scheiden ohne Hoffnung,

Gleich dem Hirsch auf mürbem Eise,

Das im Strom zum Meere flutet,

Fahr' ich trostlos auf die Reise.

Zwar in weltentlegner Bergschlucht,

Wo der Eber suhlt, der graue,

Könnt' ich hausen mit dem Waldschrat,

Hehlings, wie der Fuchs im Baue,

Wildes Tier mit wilden Tieren;

Dann aus Not ein Dieb, ein Schächer,

Dann zu Trug und Hohn der Häuptling

Ausgestoßener Verbrecher. --

Armer Elmar, irre, irre

Durch die Wasser, durch die Lande:

Findest du kein Grab in Ehren,

Such ein Grab dir ohne Schande!"