Wunderlich! Ein altes Märchen
A. Braubach
"Wunderlich! Ein altes Märchen
Deucht es mir, gehört im Traume:
Sinnend, einen Kranz im Schoße,
Saß sie unterm Apfelbaume.
Weiße Blütenblätter streifend
Von der Achsel, aus den Locken,
Gab sie mir den Gruß zurücke
Hold errötend, süß erschrocken.
Eines hatt' ich ihr zu sagen;
Statt des einen sagt' ich immer,
Was ich nicht zu sagen hatte,
Was ich hatte, sagt' ich nimmer.
Von dem großen grauen Wolfshund,
Ihrem treusten Weggesellen,
Von der Brut im Nest der Amsel
Sprach ich und des Bachs Forellen.
Wunderlich! Geschliffne Äxte
Sah ich furchtlos auf mich zücken,
Und vor einem Mädchen stand ich
Zaghaft mit gesenkten Blicken."