Der Einsame
E. Mandyczewski
Verlassen ist und einsam, dem nie auf seinen Wegen
ein reines, holdes Wesen in Liebe trat entgegen.
Das Herz ist ihm zerfallen wie eine Burgruine,
es nestelt ihr Gewebe geschäftig nur die Spinne;
ein Herz, dem nie entsprungen ein edles, hohes Fühlen,
dumpf tönend wie die Höhle, in der die Wasser spülen.
Das Grab umfängt ihn öde mit doppelt finst'rer Nacht,
es wird ihm keine Träne als letzter Gruß gebracht.
Allein und einsam wandelnd im liebeleeren Leben,
mit ewigem Vergessen auch nach dem Tod umgeben.
Ach, selbst wenn einst die Toten vom Grabe aufersteh'n,
wird fremd, wie hier auf Erden, in jener Welt er geh'n.