Holdes Mädchen, frisch und munter

E. Mandyczewski

Holdes Mädchen, frisch und munter,

kommst du nicht zum Tal herunter,

dass mein Arm dich fest umschließt?

Denn ich machte, dass du balde

wohl dein Häuschen dort am Walde,

selbst den lieben Gott vergisst.

Willst du spinnen ew'ge Zeiten?

Lass den Faden niedergleiten,

springe über'n Bach zu mir,

dass wir pflücken nach Begehren,

du die süßen, roten Beeren,

Lilien ich am Busen dir.

Hier im frisch ergrünten Haine

wiegt sich sanft an Bächleins Raine

manch' ein Blümlein unbewusst;

komm, dahin will ich dich bringen,

dir ein holdes Liedchen singen,

dass du weinst in süßer Lust.