Nacht

E. Mandyczewski

Nächtliches Rauschen,

heimliches Lauschen,

stille die Welt, ein riesiges Grab;

magisch im Dunkeln

glühen und funkeln

glänzende Sterne leuchtend herab.

Bangendes Schweigen,

träumerisch neigen

dunkelnde Schatten zum Tal sich hin,

feindlich doch walten

wüste Gestalten,

stürmen den liebegequälten Sinn.

Freundlicher Schimmer

leuchtet nun immer

mild durch die Nacht, die tief mich umfängt.

Ewige Trauer,

frostiger Schauer

grausam das arme Herz mir bedrängt.